| News vom: 27.01.2012 | zurück zur News-Übersicht |
| Pfizer informiert auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin |
über Impfung gegen EbergeruchSeit Mai 2009 ist EU-weit ein Impfstoff der Pfizer GmbH, Tiergesundheit als Alternative zur chirurgischen Kastration männlicher Saugferkel zugelassen. Experten aus verschiedenen Disziplinen bestätigen: Mit der Impfung gegen Ebergeruch steht den Landwirten eine wirksame und tierfreundliche Alternative zur chirurgischen Kastration von Ferkeln zur Verfügung. Aktuelle Untersuchungen belegen nun auch positiven Einfluss der Impfung auf die Umwelt. Experten bestätigen: Impfung gegen Ebergeruch ist tiergerecht Die Impfung gegen Ebergeruch ist eine praxistaugliche, erprobte und sofort anwendbare Alternative zur bisher in Deutschland und vielen anderen europäischen Ländern üblichen betäubungslosen Kastration männlicher Ferkel. Die Kastration unterdrückt den unangenehmen Geruch, den viele Menschen beim Braten von Eberfleisch wahrnehmen. Dies erläuterte Prof. Dr. Thomas Blaha, Tierärztliche Hochschule Hannover und Vorsitzender der Tierärztlichen Vereinigung für Tierschutz am 24. Januar 2012 auf der Internationalen Grünen Woche. Eine weitere praxisreife Alternative stelle die Kastration unter Betäubung mit dem Narkosegas Isofluran, verbunden mit einer postoperativen Schmerzdämmung dar. Beide Methoden seien aus Sicht des Tierschutzes vorteilhaft, weil sie den männlichen Ferkeln die bei der chirurgischen Kastration auftretenden Schmerzen ersparen. In Bezug auf die Impfung ergänzte Blaha, dass nach entsprechender Anleitung und Verantwortung durch den Tierarzt der Landwirt selbst die Schweine impfen könne. Für die ausschließliche Ebermast sieht der Experte für Lebensmittelsicherheit derzeit noch Handlungsbedarf für die sichere Erkennung von Ebergeruch. Europäische Kommission erweitert Anwendungsgebiete Die zweimalige Impfung gegen Ebergeruch bewirkt die vorübergehende Unterdrückung der Hodenfunktion. Dadurch werden keine unerwünschten Ebergeruchsstoffe mehr gebildet. Die Wirkung der Impfung kommt auch im Verhalten der geimpften Eber zum Ausdruck: Sie zeigen weniger ebertypisches Verhalten, wie Rangkämpfe und Aufspringen. Dadurch verringert sich die Verletzungsgefahr und das gesamte Herdenmanagement bei der Ebermast wird erleichtert. Die EU-Kommission hat aus diesem Grund die Zulassung für den Impfstoff erweitert: Zu seinem Anwendungsbereich gehört nun auch die „Reduzierung ebertypischen Verhaltens“, erläuterte Carol Bader-Mielke vom Impfstoffhersteller Pfizer Tiergesundheit auf der Internationalen Grünen Woche. Zudem haben die europäischen Zulassungsbehörden kürzlich ein erweitertes Impfschema genehmigt. Auch bei verlängerter Mastdauer können Landwirte jetzt mit einer zusätzlichen dritten Impfung den unerwünschten Ebergeruch sicher unterdrücken. Vor allem Biobetriebe profitieren von dieser erweiterten Zulassung, da sie häufig eine längere Mastdauer bevorzugen. Positiver Effekt auf Ökobilanz in der Schweinefleischproduktion Die Impfung gegen Ebergeruch ist als Alternative zur Ferkelkastration mit zusätzlichen Umweltvorteilen für die Schweineproduktion verbunden. Zu diesem Ergebnis kommt das italienische Bureau Veritas im Rahmen der Zertifizierung der weltweit erhobenen Daten zur Umweltproduktdeklaration EPD für den Impfstoff gegen Ebergeruch. Dr. Gian Luca Baldo, langjähriger Experte für Eco-Design und Life Cycle-Analysen stellte die Ergebnisse im Rahmen der Internationalen Grüne Woche in Berlin vor. Die Umweltbelastung in der Schweineproduktion und Herstellung von Schweinefleisch werde um 3,3% verringert, wenn Mastschweine zur Vermeidung von Ebergeruch nicht mehr kastriert sondern geimpft werden. |
| Quelle: Pfizer | zurück zur News-Übersicht |



